Presseinformation

03.10.2020

Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit

Gemeinsame Jubiläumsveranstaltung des Rotary Clubs Brandenburg/Havel und der Stadt Brandenburg an der Havel im Brandenburger Dom

Grußwort des Oberbürgermeisters
Festrede von Dr. Adriana Lettrari
Grußworte von Prof. Dr. Ing. Christian Mieke, Präsident Rotary Club Brandenburg/Havel

Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit begrüßte Oberbürgermeister Steffen Scheller die geladenen Gäste zur traditionellen Festveranstaltung im Brandenburger Dom.

In seinem Grußwort ging Oberbürgermeister Steffen Scheller beispielhaft auf Errungenschaften aus 30 Jahre Wiedervereinigung ein: „Wer hätte wirklich 1990 gedacht, dass es in Brandenburg an der Havel nach 30 Jahren eine Technische Hochschule und eine medizinische Universität geben wird, dass hier das Bundesamt für Auswärtige Angelegenheiten eingerichtet wird und die Deutsche Rentenversicherung Bund in ihrer Zentralen Zulagenstelle für Altersversorgung deutschlandweit die Riesterrente berechnen lässt oder das Technische Hilfswerk einen großen Bundesausbildungsstützpunkt einrichtet? All das hätten die meisten unter uns damals sicherlich als Hirngespinst bezeichnet. Genauso, wie die Vorstellung, dass in Brandenburg an der Havel bei ZF einmal hochmoderne Doppelkupplungsgetriebe für Porsche & Co. produziert werden und die Heidelberger Druckmaschinen AG ein komplettes Werk errichtet. Von der BUGA im Jahr 2015 ganz zu schweigen!“


Weiter sagte er: „Neue Ereignisse und Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft halten uns in Atem. Es gibt kein Ende von Veränderungen und Strukturumbrüchen – und das kann es auch nicht geben. In der Welt haben sich in den letzten 30 Jahren viele Konflikte verschärft. Wir müssen engagiert daran arbeiten, dass ein geeintes Deutschland und ein starkes Europa Garanten für Frieden bleiben. Die unverrückbare Einbettung unseres geeinten Deutschlands in ein freies und demokratisches Europa ist ebenso ein Ergebnis dessen, wie die längste Phase von andauerndem Frieden, die es je in Europa gegeben hat.“


Aus aktuellem Anlass ging Steffen Scheller auch auf die bisherigen Erfahrungen in der Bewältigung der Corona-Pandemie ein und sagte: „Die Krisenerfahrung der Corona-Pandemie führt dazu - davon bin ich überzeugt -, dass unsere gesamtdeutsche Gesellschaft enger zusammengerückt ist. Wir halten zusammen im Kampf gegen das Virus. Auch in unserem förderalen System, das ja ab und an kritisiert wird, ist es gelungen, einerseits dem Virus durch abgestimmte Maßnahmen zu begegnen. Andererseits war es dadurch auch möglich, lokalen Ereignissen und Ausbrüchen durch lokale Maßnahmen wirksam zu begegnen. Wir haben in der Coronavirus-Krise die Grenzen unseres zum Teil extremen Individualismus erkannt und den Wert der Solidarität wiederentdeckt. Das ist – angesichts der ernsten Lage – ein gutes Zeichen. Menschlichkeit first – das muss unser Motto werden, sein und bleiben.“ Er dankte allen Alltagshelferinnen und –helfern und sagte abschließend: „Wir haben die Pandemie zwar noch längst nicht überstanden, aber ich bin sicher, dass wir auch diese Herausforderung meistern werden. Gemeinsam - als EIN Land.“

Für die Festrede konnte der Rotary Club Brandenburg/Havel Dr. Adriana Lettrari, Mitbegründerin des Netzwerks 3te Generation Ostdeutschlands, gewinnen.


Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von den Brandenburger Symphonikern unter der Leitung von Chefdirigent Olivier Tardy.